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Schulstart ohne Stress!

  • vor 6 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

So bereitest du dein Kind sanft auf den Schulstart vor


Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und mit ihm die herrlich freien, unstrukturierten Tage. Für viele Familien bedeutet das: In wenigen Wochen heißt es wieder früh aufstehen, konzentriert bei der Sache bleiben und sich an feste Abläufe halten.

Kein Wunder, dass der erste Schultag bei vielen Kindern für Bauchgrummeln sorgt – und bei den Eltern für Nervenkitzel.


Die gute Nachricht: Der Wechsel von Ferien-Chaos zu Schul-Struktur muss nicht abrupt passieren. Mit ein paar kleinen, gut dosierten Schritten kannst du deinem Kind jetzt schon den Weg ebnen – ganz ohne Druck und Drill.

Hier erfährst du, worauf es ankommt.


Schulstart ohne Stress!

Warum der sanfte Übergang so wichtig ist

Kinder – genau wie Erwachsene – brauchen Zeit, um sich an neue Rhythmen zu gewöhnen. Wird der Alltag erst am ersten Schultag komplett umgekrempelt, ist das für das Nervensystem eine Menge auf einmal: neue Umgebung, neue Erwartungen, neue Menschen– und obendrauf noch ein völlig neuer Tagesablauf. Das kann schnell zu Überforderung, Widerstand oder Schlafproblemen führen.

Wenn du hingegen schon jetzt schrittweise in Richtung Schulalltag steuerst, hat dein Kind die Möglichkeit, sich in kleinen Dosen an das Neue zu gewöhnen. Der erste Schultag wird dann nicht zum Bruch, sondern zu einem weiteren, vertrauten Schritt in einer bereits begonnenen Entwicklung.


1. Routine wieder aufbauen

In den Ferien darf – und soll – vieles lockerer sein. Doch je näher der Schulstart rückt, desto sinnvoller ist es, wieder feste Ankerpunkte im Tag zu schaffen: ähnliche Aufstehzeiten, geregelte Mahlzeiten, feste Spielzeiten.

So gelingt’s: Beginne nicht mit der großen Kelle, sondern schrittweise. Eine feste Frühstückszeit ist oft leichter einzuführen als ein kompletter Tagesplan auf einmal.

Wichtig ist, dass die Routine vorhersehbar wird – dein Kind soll spüren: “Ich weiß, was als Nächstes kommt.”


2. Schlafenszeit anpassen

Kaum ein Punkt wird so oft unterschätzt wie ausreichend Schlaf – dabei ist er die Basis für alles andere. Ein übermüdetes Kind kann sich weder gut konzentrieren noch seine Gefühle regulieren oder Neues aufnehmen. Gerade in den ersten Schulwochen, wenn ohnehin schon viele neue Eindrücke verarbeitet werden müssen, ist ausreichender Schlaf essenziell. So gelingt’s: Verschiebe die Schlafenszeit nicht erst am Wochenende vor Schulbeginn, sondern schon jetzt – in kleinen Schritten von 10 bis 15 Minuten pro Tag.

Das gilt auch fürs Aufstehen: Wer sich langsam an eine frühere Weckzeit gewöhnt, tut sich am ersten Schultag deutlich leichter. Eine ruhige Abendroutine (Buch vorlesen, gedimmtes Licht, kein Bildschirm mehr) unterstützt den Prozess zusätzlich.


3. Medienzeit schrittweise reduzieren

In den Ferien ist oft mehr Bildschirmzeit erlaubt als sonst – völlig verständlich, an Regentagen oder langen Nachmittagen. Doch ein abrupter Wechsel von “viel Bildschirm” zu “wenig Bildschirm” am ersten Schultag kann zusätzlichen Stress erzeugen.

So gelingt’s: Reduziere die Medienzeit bereits jetzt Stück für Stück und biete stattdessen bewusst andere Beschäftigungen an – am besten Naturerlebnisse, Bewegung, ruhiges Spiel. Auch Langeweile darf mal sein. Das entlastet nicht nur den Kopf, sondern schafft auch wieder mehr Raum für die eigene Vorstellungskraft.


4. Über Vorfreude UND Sorgen sprechen

Der Schulstart – ob nach den Ferien oder ganz neu in die erste Klasse – ist für Kinder emotional oft ambivalent: Vorfreude auf Freunde und neue Erlebnisse mischt sich mit Unsicherheit vor dem Unbekannten. Beides darf Platz haben.

So gelingt’s: Statt nur zu beruhigen (“Das wird schon”), frag gezielt nach: “Worauf freust du dich schon? Und gibt’s auch etwas, wovor du ein bisschen Angst / Sorge hast?” Wenn dein Kind Sorgen äußert, nimm sie ernst, statt sie kleinzureden. Schon das Aussprechen nimmt oft einen Teil der Anspannung.


5. Selbstständigkeit stärken

Nichts gibt einem Kind mehr Sicherheit im neuen Schulalltag als das Gefühl, Dinge selbst zu können. Schuhe binden, das Turngewand anziehen, die Brotdose öffnen, die Schultasche packen – all das sind kleine, aber bedeutsame Kompetenzen, die dein Kind in der Schule selbst erledigen muss.

So gelingt’s: Übe diese Alltagsfertigkeiten jetzt schon gemeinsam, spielerisch und ohne Zeitdruck. Lass dein Kind so viel wie möglich selbst machen, auch wenn es länger dauert oder nicht perfekt gelingt.

Jede gemeisterte Kleinigkeit stärkt das Vertrauen: “Ich schaffe das.”


6. Konzentration spielerisch trainieren

Stillsitzen, zuhören, bei der Sache bleiben – das sind Fähigkeiten, die im Schulalltag ständig gefragt sind, aber erst geübt werden wollen. Statt trockener Konzentrationsübungen eignen sich kurze, spielerische Impulse viel besser, um diese Fähigkeit sanft aufzubauen.

So gelingt’s: Kurze Übungen von nur fünf Minuten reichen oft schon aus – zum Beispiel Geräusche im Garten erlauschen, Naturmaterialien nach Farben sortieren oder eine Runde “Ich packe meinen Koffer” spielen. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht die Dauer: Lieber jeden Tag fünf Minuten als einmal die Woche eine halbe Stunde.


Genau für solche Momente habe ich einen kostenlosen Download zusammengestellt:

10 Konzentrationsspiele für zwischendurch, die du sofort in euren Alltag einbauen kannst – ganz ohne Vorbereitung.

Du findest sie am Ende dieses Blogs zum Download!


7. Ein kleiner Anker zum Mitnehmen

Gerade in den ersten Schulwochen kann ein kleiner, vertrauter Gegenstand in der Hosentasche oder im Federmäppchen enorm viel Sicherheit geben. Ein Glücksstein, ein Roll-On mit einem beruhigenden ätherischen Öl oder ein kleines Kuscheltier (z.B. “Karly Glücksfunke”) - solche Anker erinnern das Kind in einem unsicheren Moment daran: Ich bin nicht allein. Dieser Safe-Space-Gegenstand wirkt wie eine Brücke zwischen Zuhause und Schule. Gerade wenn Unsicherheit oder Heimweh aufkommen, kann das kurze Berühren, Riechen oder Anschauen des Ankers helfen, sich wieder zu beruhigen und zu zentrieren.

So gelingt’s: Wichtig ist, diesen Anker nicht erst am ersten Schultag einzuführen, sondern jetzt schon zuhause zu festigen. Lasst euer Kind den Gegenstand selbst aussuchen und übt gemeinsam, wie und wann er zum Einsatz kommt – zum Beispiel bei kleinen Alltagssorgen oder vorm Einschlafen. So ist der Anker am ersten Schultag schon ein vertrauter Begleiter und keine neue, unbekannte Sache.


Der rote Faden:

Kleine Schritte statt großer Sprünge Was alle sechs Punkte verbindet, ist ein einfaches Prinzip: Kinder brauchen Zeit zur Anpassung – und die haben sie jetzt noch. Wer schon in den letzten Ferienwochen behutsam in Richtung Schulalltag steuert, erspart sich und seinem Kind am ersten Schultagunnötigen Stress. Du musst dabei nicht alles auf einmal umsetzen. Wähle ein bis zwei Punkte aus, die euch am meisten fehlen, und beginnt dort. Der Rest darf sich in den nächsten Wochen Stück für Stück dazugesellen.


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Alles Liebe, Romana


Hier findest du die 10 Konzentrationsübungen für zwischendurch!

Viel Freude damit:


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